Review: SpaceMouse Wireless von 3Dconnexion

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Am Anfang war…

Blender Shortcuts Cheat Sheet

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Programme mit Maus und Tastatur zu bedienen kennt jeder der schon Mal am PC gesessen hat. Es ist eine etablierte und mittlerweile als intuitiv empfundene Art dem PC zu sagen, was er tun soll. Die Steuerung eines Programms, welches auf dem WIMP Konzept basiert, ist über diese beiden Eingabegeräte auch nicht weiter kompliziert; ich glaube ich muss niemandem hier, der in der Lage war diese Seite aufzurufen sagen, wie das funktioniert. Mit CAD Programmen verhält es sich jedoch etwas anders.

Zwar sind deren Menüs ebenso gut steuerbar wie jedes Office Programm, doch der Unterschied zeigt sich bei der räumlichen Bearbeitung eines Objekts im 3D-Fenster. Hier muss ein Gebilde, welches man sich im Kopf plastisch vorstellt, übertragen auf einen 2D Bildschirm mit simulierter dritter Dimension bearbeitet werden. Noch schlimmer, wenn man die Objekte orthographisch auf den Bildschirm projiziert. Es kommt dabei durchaus öfters vor, dass das Hirn zu streiken beginnt und man sich plötzlich fragt, was eigentlich gerade zu sehen ist. Wie soll man so etwas möglichst intuitiv bedienen? Die gängige Methode: Über zig Shortcuts / Hotkeys, in gleichzeitiger Nutzung von Tastatur und Maus. Schnell ist man hier im virtuellen Outback gelandet und muss sich erstmal wieder in die 3D-Szene hineinfinden. Es geht aber auch anders.

… die SpaceNavigator

Um das Jahr 2008 herum kaufte ich mir meine erste 3D-Maus. Für einen taufrischen Studenten, der mit seiner Freundin – jetzt Frau – gerade in eine eigene Wohnung gezogen und auf eigenem, kleinen Budget gelebt hat, kam nur die günstigste der damals verfügbaren 3D-Mäuse der bereits gut bekannten Firma 3Dconnexion in Frage: Die SpaceNavigator.
Für Studenten gab es einen Rabatt, welcher die Maus – meiner Erinnerung nach – von 120 auf 75 Euro gedrückt hat. Die SpaceNavigator war das kleinste Modell, ebenso wie der hier vorgestellte „Nachfolger“. Doch das entscheidende an der SpaceNavigator ist eine Hauptmerkmal aller 3D-Mäuse von 3Dconnexion: Die Steuerkappe! Diese kann man in sechs Freiheitsgraden bewegen. Damit war und ist es möglich die Szenerie auf dem Schirm analog zu den Bewegungen der Maus zu manipulieren. Ein Druck nach vorne schiebt auch die virtuelle Kamera vor. Ein Zug nach oben und die Kamera gewinnt an Höhe. Ein Dreh, oder Schwenk der Kappe und die Kamera ändert ihre Blickrichtung entsprechend. Ein Unterschied wie Tag und Nacht!

SpaceNavigator

Ich habe die SpaceNavigator daraufhin fast täglich im Einsatz gehabt. Zu Hause, an der Uni und sogar an der Arbeit nutzte ich meine 3D-Maus. Der ständige Transit zwischen diesen drei Orten hinterließ nach ca. einem Jahr Spuren: Die Gummierung der 3D-Kappe löste sich ab. Die SpaceNavigator war einfach nicht für den hoch-mobilen Einsatz vorgesehen und es gab wohl Zickereien mit meinen anderen Utensilien im Rucksack.
Dass eine Maus schutzlos in so einer Umgebung nicht lange überleben konnte wusste auch 3Dconnexion. Sie stellten einige Zeit später eine „for Notebooks“ getaufte Version vor. Diese war leichter, was laut diversen Berichten in Foren nicht immer gut war, weil man die Maus beim hochziehen der Kappe vom Tisch weghob, hatte aber eine Transporttasche.
Doch auch bzgl. meiner 3D-Maus zeigte sich 3Dconnexion kulant und tauschte sie kostenfrei um. Mich beeindruckte der Service damals sehr, da die neue Maus bereits bei mir ankam, bevor ich die andere zurückschicken konnte. Heut zu Tage ist das in Zeiten von Amazon fast eine Selbstverständlichkeit. Vor acht Jahren war das noch gefühltes Premium.
Um meine Maus nicht mehr zu riskieren (und den Nutzungsbedingungen bzgl. des Studenten-Rabatts nachzukommen!), überredete ich meinen Arbeitgeber eine Firmen-SpaceNavigator zu kaufen: So zog dann auch das 3D-Maus-Zeitalter in meinem Arbeitsleben ein – aber mehr als die SpaceNavigator konnte ich als Student dann doch nicht vom Chef verlangen. 😉

SpaceMouse Wireless

Letztes Jahr besuchte ich das erste Mal die Autodesk University in Darmstadt und lernte dort Andreas Bertossi und über ihn Robert Stadie von 3Dconnexion kennen. Darüber entwickelten sich interessante Kontakte, welcher letztendlich dazu führten, dass ich nun voll ausgestattet mit der gesamten 3D- und PC-Maus Palette von 3Dconnexion bin. Der Student mit dem engen Budget in mir weint vor Freude.

SpaceMouse Wireless

Seit knapp einem halben Jahr nutze ich nun abwechselnd die SpaceMouse Wireless und die SpacePilot Pro für CAD (und andere, noch „geheime“) Projekte, sowohl privat als auch beruflich. Dabei hat die SpaceMouse Wireless, welche in diesem Artikel im Fokus steht, einen ganz besonderen Stellenwert in meinem Modellierer-Herzen. Obwohl sie im Vergleich zur SpacePilot Pro deutlich weniger Features besitzt, muss ich doch vorwegnehmen, dass die SpaceMouse Wireless aktuell mein absoluter Favorit ist. Doch der Reihe nach…

Lieferumfang

Die SpaceMouse Wireless erreicht euch in einem schicken schwarzen Karton. Innerhalb dieses bekommt ihr die SpaceMouse Wireless, den USB-Dongle, ein Micro-USB Kabel und eine Treiber-CD, sowie ein wenig erklärendes Papier. Leider hat 3Dconnexion ein essentielles Zubehör nicht beigelegt, denn trotz beworbener Portabilität wird keine Transporttasche mitgeliefert. Das war bei der SpaceNavigator for Notebooks noch anders. Das Leid des einen ist Freud‘ des anderen. Wer 3Dconnexion nochmal ca. 23 Euro zusteckt, kann sich eine Harttasche für den Transport nach Hause holen und mit der 3D-Maus sicher auf Reise gehen.

Außerliches

Wer sich für die SpaceMouse Wireless nicht in erster Linie aus Sicht der geringeren Kosten im Vergleich mit den anderen 3D-Mäusen entscheidet, bekommt ein Gerät, welches auch vom Platzbedarf nicht groß aufträgt. Der kompakte Puck, der im Durchmesser 78mm breit ist, nimmt weniger Platz als eine Handelsübliche Maus und nur unwesentlich mehr als ein 250ml Trinkglas ein; beim Durchmesser wohlgemerkt. In der Höhe hat er gerade mal 55mm. Besonders mein recht eingeschränktes Platzangebot an meinem häuslichen Arbeitsplatz profitiert von diesen kompakten Maßen. Die Tatsache, dass der Maus kein Rattenschwanz in Form eines Kabels anhängt macht sie besonders funktionell. Wird sie mal nicht benötigt, stelle ich sie auf die Ablage über dem Schreibtisch und Platz ist. Der kleine USB-Dongle kann entweder am Notebook oder im USB-Hub stecken bleiben.

Kleine Maus für begrenzten Raum

Die Hauptkomponente der SpaceMouse Wireless ist natürlich weiterhin die 3D-Kappe zum Steuern der 3D-Szene. Die Kappe dominiert bei der kleinsten der aktuellen 3D-Mäuse im Grunde das ganze Äußere. Sie ist an seitlich komplett gummiert und konkav. Dadurch rutscht die Maus bei keiner Bewegung innerhalb der 6 Freiheitsgraden weg und ist immer präzise steuerbar. Da die Bedienung stark davon abhängt, wie die Maus orientiert ist, sind zur blinden Orientierung an der Seit der Kappe Auskerbungen angebracht. Die Oberseite der 3D-Kappe ist in glänzendem Plastik gefasst und ein kleiner „Wireless“ Schriftzug erinnert den Nutzer daran, was er da gekauft hat.

Die beiden aus blankem Plastik bestehenden Knöpfe, jeweils einer links und einer rechts, fallen durch die Kappe fast gar nicht mehr auf. Trotzdem werten sie den Funktionsumfang der Maus auf.

Bildschirmfoto 2016-06-05 um 13.05.59Die Basis der 3D-Maus besteht aus einem soliden Edelstahl-Standfuss, welcher aus einem einzigen Stück gefräst und gebürstet ist. So bringt es die gesamte Maus trotz der geringen Größe auf ein stattliches Gewicht von 424g. Selbst nach Jahren Einsatz sieht der Standfuss meiner SpaceNavigator noch top aus.
Wer hingegen Angst um seine teuren Möbel hat, kann auch beruhigt sein: Auf der Fuss-Unterseite schützt eine großzügige Gummierung eure gute Ablage und verhindert das wegrutschen der Maus effektiv. Anders als noch die SpaceNavigator ist die SpaceMouse Wireless nicht mehr kreisrund. Die vier abgeflachten Seiten erleichtern, genauso wie die Auskerbungen, die Ausrichtung der Maus relativ zu eurer Hand. An der Vorderseite besitzt die SpaceMouse Wireless zudem einen Ein-/Aus-Schalter und eine Micro-USB Buchse. Auf der Rückseite ziert auf höhe der Knöpfe das 3Dconnexion Logo die Maus, darunter befindet sich eine Status-LED.

Funktionalität

Durch die kompakte und auf was wesentliche reduzierte Bauweise erfüllt die SpaceMouse Wireless alle an sie gestellten Anforderungen. Die Funktionalität, Präzision und Auflösung der Steuer-Kappe ist über alle Produktvarianten einheitlich.

Für alle, die noch nie mit einer 3D-Maus gearbeitet haben, hier eine kurze Erklärung und ein Video, welches ich mir von der 3Dconnexion Webseite geliehen habe.

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Der Begriff 3D-Maus weckt bei fast allen unerfahrenen Leuten, denen ich von der Maus erzähle und welche die Maus im gleichen Moment nicht live erleben, den Eindruck, dass sie ein Ersatz für die normale PC Mäuse sei. Um es klarstellen: Sie ist kein Ersatz, sondern eine Ergänzung! Somit wird sie gleichzeitig mit einer PC Maus genutzt, aber entsprechend von der anderen Hand. Sprich: Habt ihr die PC Maus rechts und bedient sie mit der rechten Hand, steht die 3D-Maus links und wird von der linken Hand bedient. Dazwischen liegt eure Tastatur. Damit steuert ihr mit der linken Hand eure Szene und könnt mit den zwei Knöpfen beliebige und im Treiber einstellbare Kommandos ausführen – dazu später mehr. Mit der PC Maus führt ihr alle üblichen Zeige-, Auswahl- und Manipulations-Kommandos aus. Ihr braucht absofort keine Shortcut-Akkrobatik mehr auszuführen, um die Szene zu drehen, zu zoomen oder zu verschieben.


Die Kappe ist das Herzstück jeder 3D-Maus und in dieser absoluten Perfektion einzigartig auf dem Markt. 3Dconnexion vertreibt die Kappe auch als eigenständiges Modul. So werden z.B. die Industrieroboter von KUKA damit fürs Anlernen ihrer Arbeitswege gesteuert.
Weiterhin lassen sich alle 6 Freiheitsgrade im Treiber einstellen, sowohl von ihrer Empfindlichkeit, als auch von ihrer Richtung; und das generell für alle Applikationen, oder jede Applikation einzeln.

Achsenkonfiguration

Der Widerstand, welchen die Kappe der Hand bzw. den Fingern entgegenbringt ist gut gewählt. So ist es weder schwer die Kappe zu bewegen, noch zu leicht. Allerdings fühlt es sich so an, als ob man für unterschiedliche Achsen unterschiedlichen Kraftaufwand betreiben muss. So ist es einfacher die Kappe seitlich zu kippen, als sie zu den Seiten zu schieben. Dies ist der einzige Kritikpunkt an der Kappe meinerseits.

Radial Menu BeispielDie beiden Knöpfe sind bei der SpaceMouse Wireless die einzigen frei belegbaren „Aktionsauslöser“. Auf diese lassen sich im Treiber beliebige Kommandos, Tastatur-Shortcuts oder z.B. das „Radial Menu“ legen. Letzteres ist ein Overlay-Menü, welches aus vier Feldern besteht und sich mit diversen Aktionen oder gar weiteren Radial Menüs belegen lässt. Die Auswahl der Aktionen im Radial Menü muss dann aber mit der normalen PC Maus erfolgen. Hier hätte ich mir gewünscht, dass die 3D-Kappe die Auswahl steuert. Das Radia Menu erscheint aber genau unter eurem Mauszeiger, was das Zielen beschleunigt und erleichtert.
Die Knöpfe selbst sind wie oben beschrieben aus blank poliertem Plastik. Die SpaceNavigator hatte noch gummierte Knöpfe. Was nach einem Rückschritt aussieht ist allerdings in meinen Augen keiner. Die Gummierung der Knöpfe bei der alten SpaceNavigator ist das einzige, was nach den Jahren mittlerweile abgenutzt und abgefallen ist. Dies kann nun nicht mehr passieren. Zudem hat 3Dconnexion die neuen Knöpfe größer gestaltet und den Druckwiderstand reduziert. Dadurch lassen sich die Knöpfe nun sehr leicht bedienen. Die Knöpfe werden in der Regel mit den Fingern bedient, welche im Normalfall auch die Kappe bedienen. Damit ist trotz reduziertem Widerstand ein versehentliches Auslösen selten. Die beiden Knöpfe sind bei mir so konfiguriert, dass sie die reine Navigation unterstützen. Auf dem rechten Knopf habe ich die „Home“ Funktion, welche die Kamera in der Szene an ihren Ausgangspunkt zurücksetzt. So komme ich schnell wieder ins rechte Bild, sollte ich mich mal total verfranzt haben. Der linke Knopf öffnet die Schnelleinstellungen, in denen ich z.B. die dominante Achse ein- und ausschalten, sowie die Sensitivität der Achsen regeln kann. Und der Rest? Den mache ich weiterhin auf der Tastatur. Diese liegt durch die kleine Maus sehr nah und ist gut erreichbar.

Da die Kappe der Maus für eine vertikale Manipulation der Kamera in der Szene hochgehoben / -gezogen werden kann, tat 3Dconnexion gut daran den 3D-Nager auf das Gewicht von 424g zu futtern – wie bereits die Standard SpaceNavigator. So bleibt die Maus sicher stehen. Sie hebt erst ab vom Tisch, wenn der Hubweg der Kappe ausgeschöpft ist. Wer das nicht mag, wird die Maus wohl festkleben müssen. Für alle anderen Benutzer ist das absolut in Ordnung.

SpaceMouseWireless Battery DisplayWireless bedeutet natürlich auch, dass die Maus irgendwoher ihren Strom beziehen muss. Dies leistet ein fest eingebauter Lithium-Polymer Akku. Dieser ist großzügig Dimensioniert. Auch wenn ich keine offizielle Kapazitätsangabe kenne, habe ich den Akku innerhalb des halben Jahres noch nicht leer bekommen. Das liegt wohl zum einen an der recht aggressiven Stromsparmechanik, aber auch an meiner eigenen Nutzungsweise. So habe ich den USB-Dongle nicht immer dabei, ein Micro-USB-Kabel dagegen schon. Und hier ist die SpaceMouse Wireless wirklich clever: Hat man die 3D-Maus per USB am PC verbunden, dient es sowohl als Lade-, als auch als Datenkabel. Sprich, die Maus funktioniert auch ohne USB-Dongle. Hat man hingegen die Maus per Kabel an einem USB-Ladegerät (z.B. vom Smartphone) und den USB-Dongle am PC angeschlossen, arbeitet sie „kabellos“. Somit kann man den USB-Dongle auch gerne mal vergessen. Solange sich ein gängiges Micro-USB Kabel finden lässt, lässt sich auch mit der Maus arbeiten. Durch diese Vorgehensweise hat die Maus irgendwie immer ihren Akku geladen bekommen und läuft, und läuft, und läuft…

3Dconnexion Driver App SupportAndererseits muss man natürlich kritisieren, dass die SpaceMouse Wireless keinen Schacht hat, um den USB-Dongle zu verstauen. Die SpacePilot Pro hat als Wireless-Version so einen Schacht an der Unterseite. Es mag zwar der geringen Größe der SpaceMouse Wireless geschuldet sein, aber vielleicht wäre ja in dem massiven Fuss doch noch ein wenig Platz zu finden gewesen?!

Wie gut die Maus mit eurem jeweiligen Programm zusammenarbeitet ist eine andere Geschichte und wird vom Treiber bzw. den mitgelieferten und automatisch installierten Plugins beeinflusst. Sollte es jedoch keinen Treiber geben, könnt ihr entweder das Programm in die Liste aufnehmen, und falls das nicht funktioniert ein eigenes PlugIn für die Maus schreiben. Vorausgesetzt ist natürlich, dass ihr programmieren könnt oder gewillt seid es zu lernen. Wie man die Geräte innerhalb einer Applikation am Mac mit der Programmiersprache Swift anbindet, habe ich bereits in Beitrag How-To – Use a 3Dconnexion device inside an OS X application written in Swift beschrieben.

Kosten

Die SpaceMouse Wireless kostet ca. 130 Euro und kann z.B. bei Amazon bestellt werden.
Für Schüler und Studenten bietet 3Dconnexion rabattierte Preise an. So können qualifizierte Käufer die SpaceMouse bereits für 105,69 Euro inkl. Mehrwertsteuer direkt aus dem 3Dconnexion Onlineshop beziehen. Sollte euch mal der USB-Dongle verloren gehen, oder ihr braucht eine Transporttasche, ist dieser Shop ebenfalls eine gute Anlaufstelle. Die größere Artverwandte, sprich die SpacePilot Pro, schlägt als kabelgebundene Version mit ca. 330 Euro doch schon deutlich härter aufs Portmonee.

Fazit und Wertung

Die SpaceMouse Wireless ist eine kleine Maus mit großem Nutzwert für ihr Geld und einer Premium-Verarbeitungs und Material-Qualität. Sie ist klein und leicht genug um bei geringen Platzverhältnissen nicht zu stören, aber dennoch groß und schwer genug, um sich angenehm und sicher bedienen zu lassen.
Natürlich kann ein 3D-Modellier-Programm auch ohne die Maus bedient werden und damit ist die Maus nicht essentiell. Wer aber mit einer 3D-Maus gearbeitet hat, will gar nicht mehr ohne. Nach etwas Eingewöhnung hat man den Dreh raus. Das Beste ist zudem, dass man hier eine einheitliche Bedienung für alle 3D-Programme erhält und sich nicht beim Programmwechsel mit den teils drastisch unterschiedlichen Methoden zur Navigation in der Szene beschäftigen muss. Durch die Anpassbarkeit aller Funktionen innerhalb des Treibers erhält jeder Nutzer die Möglichkeit die Maus nach seinen Wünschen zu konfigurieren. Die größte Stärke der SpaceMouse Wireless, ihre geringen Maße auf dem Arbeitstisch können ihr aber auch als größte Schwäche ausgelegt werden: Wer mehr Funktionen sucht, sucht sie bei der SpaceMouse Wireless vergebens. Es ist und bleibt eine Frage des persönlichen Geschmacks und der Geldbörse, ob man eine 3D-Maus braucht und wenn ja welche. Den einzigen Abzug gibt es deshalb, sowie wegen der fehlenden Transporttasche und der fehlenden Möglichkeit den USB-Dongle sicher aufzubewahren beim Bewertungspunkt „Nutzwert“. Eine so mobile Maus sollte einfach aus der Lieferkarton heraus auch sicher transportiert werden können.

Meine uneingeschränkte Empfehlung hat die SpaceMouse Wireless aber auf jeden Fall!

Wertung: 3,75

Die hier vorgestellte SpaceMouse Wireless wurde mir von 3Dconnexion kostenfrei zur Nutzung und für dieses Review bereitgestellt. Dafür möchte ich 3Dconnexion recht herzlich danken.

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